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Rittmeister August Wohlschlag

August Wohlschlag wurde 1916 geboren. Nach der schulischen und beruflichen Ausbildung trat er 1934 als Freiwilliger in das Kavallerie-Regiment 18 ein.
Bei Mobilmachung wird er der Aufklärungsabteilung 178 der 78. Infanterie-Division zugeteilt und nimmt so am Einsatz der Division am Oberrhein und in Frankreich teil. Ende 1940 wechselt er als Hauptwachtmeister zur AA 94 der 4. Gebirgs-Division. Die Division und auch die AA sind gerade auf dem Truppenübungsplatz Heuberg aufgestellt worden. Nach dem Jugoslawienfeldzug verlegt die Division an die Ostfront.
Er erlebt die Angriffsoperationen Richtung Osten, den Vorstoß in den Kaukasus und den Kampf im Hochgebirge. Im August 1942 wird er zum Leutnant befördert. Nach der Katastrophe in Stalingrad zieht sich auch die 4. Gebirgs-Division in den Kubanbrückenkopf zurück.
Da er aktiver, ausgebildeter Kavallerist ist, wird er beauftragt, eine Kosakenschwadron aufzustellen. Die Aufstellung wird noch im Brückenkopf vollzogen, die Schwadron verlegt dann auf die Krim und wird hier der 50. ID unterstellt. Bei den Abwehrkämpfen bewährte sich die Schwadron bei zahlreichen Gelegenheiten.
Als die Verteidiger von Sewastopol im Mai 1944 auf nur noch wenige Bereiche an der Steilküste westlich der ehemaligen Festung zusammengedrückt waren, mussten die Pferde erschossen werden. Nach zwei Tagen Überfahrt erreichten die Reste der Schwadron mit ihrem Führer die rumänische Hafenstadt Constanza.
Es schloss sich ein Fußmarsch von 600 km quer durch Rumänien bis nach Desch in Ungarn an. Ab dort erfolgte der Transport nach Pontarlier im französischen Jura. Hier ging die Schwadron in die Ostreiter-Abteilung 454, welche zum Freiwilligen-(Kosaken)-Stamm-Regiment 5 gehörte, auf.
Im Anschluss wurde diese Einheit in schwere Kämpfe verwickelt und fast vollständig aufgerieben. Um der französischen Kriegsgefangenschaft zu entgehen, flüchtete Wohlschlag in die Schweiz, später nach Deutschland. In Stuttgart wurde er tagelang von der Gestapo verhört, jedoch freigelassen und zum Kosaken-Ausbildungs-und-Ersatz-Regiment in Marsch gesetzt.
Nachdem er am 1. Februar 1945 zum Oberleutnant befördert wurde, folgt kurz vor Kriegsende noch die Ernennung zum Rittmeister. Schließlich wird er Kommandeur des Kosaken-Marsch-Bataillons 5. Während die Kosaken später von den Engländern an die sowjetischen Truppen ausgeliefert werden, gelingt Wohlschlag zusammen mit dem deutschen Rahmenpersonal die Flucht bei Lietzen/Steiermark zu den Amerikanern. Im Oktober 1945 wird er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen.
August Wohlschlag verstirbt am 1. Februar 1989, vermutlich in Schopfheim.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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