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Obergefreiter Hermann Schwanke

Hermann Schwanke wurde am 9. August 1907 in Berlin als Sohn des Kaufmanns Bruno Schwanke und seiner Frau Wanda Schwanke geboren. Nach seiner Schulausbildung arbeitete er als Bankangestellter in seiner Geburtsstadt.
Am 30. April 1932 heiratete er Gertrud Becker und bereits am 26. September 1934 schenkte seine Frau ihrer ersten gemeinsamen Tochter Eva das Leben.
Wann genau er in den folgenden Jahren seinen Wehrdienst antrat, ist nicht bekannt, jedoch diente er der Wehrmacht nachweislich seit Juni 1940 in Guben (Wehrkreis III).
Mit dem Heimataufenthalt der 50. Infanterie-Division im Juli 1940 wurde Hermann Schwanke dann der 12./IR 123 als Obergefreiter zugeteilt. Zusammen mit der Division nahm er daraufhin im Riesengebirge an der weiteren Ausbildung in gebirgigem und verschneitem Terrain teil, um sich auf den Griechenlandfeldzug vorzubereiten. Nach dessen Ende zog Hermann Schwanke weiter mit der 50. ID in den Russlandfeldzug. Am 2. November 1942 wurde ihm für seinen Einsatz während dieses Feldzuges der Krimschild verliehen.
Darüber hinaus erhielt er am 15. November 1943 das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern. Ende Oktober 1943 schließlich wurde er mit dem GR 123 von der Krimhalbinsel an den Dnjepr geflogen, um gegen die vorrückenden russischen Angriffsspitzen eingesetzt zu werden.
Während dieses Einsatzes erlitt er am 4. Dezember 1943 eine Schussverletzung am Hals und wurde von der Front zur Genesung nach Posen versetzt. Sein Dienst in der 50. ID war damit beendet. Am 14. Januar 1944 erhielt er wegen seiner Verletzung das Verwundetenabzeichen in Schwarz und nur wenige Tage später am 26. Januar 1944 die Medaille „Winterschlacht im Osten 1941/42“.
Am 1. Juli 1944 wurde er aber erneut in den aktiven Dienst der Wehrmacht versetzt. Dem XXII. Festungs-Infanterie-Bataillon 999 zugeteilt, diente er dort auf Grund seiner vergangenen Verwundung in der Schreibstube. Mit diesem Bataillon zog er dann wie schon 1940 über den Balkan. Das vorerst endgültige Ziel war die griechische Insel Lemnos, nahe den türkischen Dardanellen.
Nach seinem Aufenthalt auf diesem Eiland trat er dann, zwei Monate bevor seine zweite Tochter Jutta am 16.12.1944 geboren wurde, letztlich den Weg aus dem Balkan heraus an. Ziel war die österreichisch-ungarische Grenze. Während dieses Marsches jedoch verschwand Hermann Schwanke und kehrte nicht mehr zu seiner Familie zurück.
Sein letzter bestätigter Aufenthaltsort war Mohovo (Kroatien), wenige Kilometer südöstlich von Sarajewo. Der 12. April 1945 ist das letzte Datum, mit dem sein Weg nachvollzogen werden kann, 26 Tage später endete der Krieg.
Am 20. März 1951 ließ ihn seine Frau Eva für tot erklären.

 

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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